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Nun, es hat keinen Sinn, auf etwas zu warten, das dann doch nicht
eintrifft, dachte Mattie nüchtern. Sie mochte ja an Heirat denken, aber
Joe hatte vielleicht etwas ganz anderes im Sinn als Hochzeitsglocken,
Kinder und »bis dass der Tod euch scheidet«. Sie wusste nur, was sie
selbst fühlte, und Joe dieselben Gefühle zu unterstellen, konnte zu großer
Enttäuschung führen.
Doch egal, wie es weitergehen würde, Mattie schwor sich, den Abend
zu genießen. Sie war glücklich und wollte sich ihre gute Stimmung durch
nichts verderben lassen. Lächelnd schritt sie an Joes Arm zur Tür hinaus.
Daniel entschied, dass die laute Musik und die lärmenden Gäste im
Watering Hole genau das Richtige sein würden, um ihn von seinen
düsteren Gedanken abzulenken. Es war der Anfang vom Ende, doch daran
wollte er heute eigentlich gar nicht denken. Alles, was er wollte, war
Mattie einen wunderbaren Abend zu schenken. Bislang schien sie sich
auch prächtig zu amüsieren. Sie hatte genüsslich ein Fischgericht
verspeist und die wiederholten Blicke der Männer in ihre Richtung
anscheinend gar nicht wahrgenommen. Daniel natürlich schon. Alle
männlichen Gästen im Cafe hatten die Augen aufgerissen, als Mattie
hereinspazierte, als sei sie soeben der »Vogue« entstiegen.
Als sie dann das Watering Hole betraten, wurde es noch schlimmer.
Alle Männer schienen sich wie auf Kommando nach Mattie umzudrehen
und starrten auf ihren attraktiven Körper und ihr strahlendes Gesicht.
Noch nie war Daniel so sehr von Eifersucht gepackt worden. Er hatte
wohl geahnt, dass Mattie Aufsehen erregen würde, aber so schlimm hatte
er es sich dann doch nicht vorgestellt. Verdammt, er würde den ganzen
Abend aufpassen müssen wie ein Schießhund.
Als die Band eine langsame Ballade anstimmte, zog er Mattie in seine
Arme. So konnten die anderen Männer wenigstens nicht mehr ihre Brüste
anschauen, die durch das eng anliegende Kleid so reizvoll zur Geltung
kamen. Er konnte sich entspannen und ihren weichen, warmen Körper
ganz an seinem spüren. Zugegeben, so richtig entspannen konnte er sich
natürlich nicht, aber an seinen beinahe permanenten Erregungszustand in
Matties Nähe war er zumindest gewöhnt.
»Hm, das ist schön«, sagte Mattie, den Kopf gegen seine Schulter
gelehnt. »Ich habe seit dem College nicht mehr getanzt. Und damals
eigentlich auch nicht, weil ich immer Geld für das Studium verdienen
musste.«
»Ich auch«, erwiderte Daniel und starrte mit bösem Blick einen Cowboy
nieder, der ganz in den Anblick Matties schwingender Hüften versunken
schien.
Als das Lied zu Ende war, packte Daniel ihr Handgelenk und drängelte
sich durch die Menge zur Bar. »Ich könnte ein Bier vertragen. Du auch?«
»Für mich nur eine Cola& Hey!« rief sie abrupt.
Sie zog an seinem Arm, und als Daniel sich umdrehte, sah er, dass
Buck Reynolds ihre freie Hand ergriffen hatte und versuchte, Mattie
wieder zur Tanzfläche ziehen.
»Lass sie los«, verlangte er scharf. »Die Lady gehört zu mir.«
Buck beachtete Daniel gar nicht. »Ach, komm schon, Mattie«, säuselte
er. »Nur einen Tanz. Ich dachte, du würdest dich gern mal an einem
richtigen Mann festhalten statt an diesem Weichei.«
Ehe Mattie irgendetwas erwidern konnte, zog Buck sie zu einem
Twostepp auf die Tanzfläche. Daniel kochte vor Wut, als Bucks Kumpane
sich vor ihm aufbauten, um sein Eingreifen zu verhindern.
»Beruhige dich, Schlappschwanz«, grölte Harlan in Joes Ohr. »Buck will
doch nur mit ihr tanzen. Hey sie ist eine echt heiße Braut geworden.
Könnte mir auch gefallen.«
Daniel war bereits drauf und dran, eine Schlägerei zu beginnen, doch
bevor er etwas tun konnte, sah er plötzlich, wie Mattie ihrem Tanzpartner
das Knie zwischen die Beine rammte, als er sie an sich pressen wollte.
Dem Cowboy knickten die Beine ein, und er sank zu Boden wie ein Sack
Maismehl.
»Euer Freund sieht aus, als würde er sich nicht besonders wohl
fühlen«, sagte Daniel. »Hat er vielleicht zu viel getrunken? Ihr solltet ihm
helfen, bevor jemand auf ihn drauftritt. Das wäre doch schade, oder?«
Während die drei abschwirrten, beeilte sich Daniel, sich Mattie zu
schnappen, ehe es ein anderer tat. Seine Anspannung ließ etwas nach,
und grinsend sah er zu, wie die Cowboys Buck auf einen Stuhl hievten.
»Guter Schachzug«, lobte Daniel, während er Mattie zur Bar brachte.
»Ich hatte Angst, dass du aus lauter Ritterlichkeit die anderen drei in
die Mangel nimmst, wenn ich den Kerl nicht selbst erledige. Du weißt
schon, so wie letztes Mal vor dem Cafe. Gib zu, du hast daran gedacht.«
Daniel schlang besitzergreifend seinen Arm um ihre Taille, während er
die Getränke bestellte. »Ja, ich habe daran gedacht. Es hat mich rasend
gemacht zu sehen, wie dieser Buck dich begrapscht hat, und ich hätte
meinem Ärger gern Luft gemacht.«
Sie sah ihn mit funkelnden Augen an, und sein Herz begann zu rasen.
»Bist du etwa eifersüchtig?« fragte sie.
»Tödlich eifersüchtig«, bestätigte er.
»Gut, dann kannst du dir ja vorstellen, wie ich mich fühle, wenn all
diese Frauen im Geschäft dich mit den Augen ausziehen. Auch du hast
heute Abend viel Aufmerksamkeit erregt. Du siehst zum Anbeißen aus,
Joe.«
Er blickte um sich und stellte überrascht fest, dass Frauen ihm von
allen Seiten einladend zuzwinkerten. Er war so damit beschäftigt
gewesen, Mattie zu beschützen, dass es ihm gar nicht aufgefallen war.
Mattie lachte erst über sein erstauntes Gesicht, zog dann aber
missbilligend die Stirn kraus, als eine ihrer Kundinnen in hautengen
Jeans und eng anliegendem Stricktop auf Daniel zusteuerte.
»Achtung, Angriff«, warnte Mattie ihn. »Jetzt bist du an der Reihe.
Candice Green geht wieder einmal ihrem Lieblingssport nach: der
Männerjagd.«
»Ach ja?« erwiderte Daniel und sah in Candices Richtung. Dann legte
er schnell ein paar Scheine auf die Theke und schob Mattie behutsam
zum Ausgang. »Mir ist nach einer Fahrt um den See zu Mute.«
»Geht mir genauso«, stimmte Mattie zu.
Draußen holte Daniel erst einmal tief Luft. »Wenn ich das nächste Mal
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